«Wenn eine Kontrolle ansteht, gibt Stratus Ihnen ein Zeichen."
13.10.2026
Mit der neuen Funktion «Kontrollen» erweitert Stratus die strategische Sicht auf Immobilienportfolios um einen zentralen Aspekt: die systematische Steuerung und Dokumentation sicherheitsrelevanter Überprüfungen. Dies hat im Zusammenhang mit dem Thema Werkeigentümerhaftung in der jüngsten Zeit spürbar an Bedeutung gewonnen. Produktmanagerin Bianca Brici-Spaar erklärt, wie die neue Funktion den Arbeitsalltag des Immobilienverantwortlichen erleichtert und warum «Kontrollen» der Schlüssel zu einem effektiven Risikomanagement im Immobilienportfolio ist.
Stratus: Frau Brici-Spaar, welches Problem wollten Sie mit «Kontrollen» lösen?
Bianca Brici-Spaar: Auch wenn in den meisten Organisationen routinemässige oder ausserplanmässige Überprüfungen stattfinden, wissen viele nicht, ob wirklich alles überprüft wird, was auch tatsächlich überprüft werden muss.
Zweites Problem: Die erhobenen Informationen sind häufig dezentral abgelegt. Sie befinden sich in Excel-Listen, E-Mails, Fachberichten oder auch nur in den Köpfen von einzelnen Mitarbeitenden. Dadurch fehlt der Gesamtüberblick.
Insbesondere denjenigen, die das Immobilienportfolio als Ganzes managen müssen, benötigen eine verlässliche, jederzeit aktuelle Gesamtsicht: Was muss kontrolliert werden? Wer ist dafür zuständig? Was wurde bereits erledigt und was ist noch offen?
Kommt es zu einem sicherheitsrelevanten Vorfall, stellt man plötzlich fest, dass man einen blinden Fleck hatte. Mit «Kontrollen» kann das nicht mehr passieren. So unterstützen wir die verantwortlichen Fachpersonen dabei, ihre Verantwortung wahrzunehmen.
Was geschieht, wenn bei einer Routineüberprüfung an einem Gebäude oder Bauteil ein Sicherheitsmangel festgestellt wird?
Dann darf das Ergebnis nicht einfach in einem Protokoll oder Fachbericht abgelegt werden. Aus dem festgestellten Risiko müssen konkrete Massnahmen abgeleitet, Verantwortlichkeiten festgelegt und die Umsetzung verfolgt werden.
Das wissen auch alle, aber die Umsetzung ist gar nicht so einfach. Mit unserer neuen Funktion «Kontrollen» wird das nun anders: Stratus dokumentiert zentral an einem Ort, dass eine Kontrolle durchgeführt wurde.
Dies ist die die Grundlage für weiterführende Massnahmen. Denn ein erkanntes oder dokumentiertes Risiko schützt noch niemanden. Entscheidend ist, dass daraus Konsequenzen gezogen werden.
Wie finden Anwender heraus, was sie wann überprüfen sollten?
Bei Neubauten und grundlegenden Sanierungen liegen im Regelfall fachlich geprüften Konzepte zugrunde. Bei Bestandsgebäuden sind solche Informationen jedoch nicht immer aktuell oder vollständig verfügbar.
Stratus generiert für die Fachpersonen, die für das Immobilienportfolio verantwortlich ist, Vorschläge und Empfehlungen für Kontrollen. Diese basieren auf einem gegliederten Katalog. Derzeit sind es für die Schweiz 6 Vorgaben und 18 zugehörige Kontrollen. Zu jeder Kontrolle sind unter anderem die rechtliche oder normative Grundlage, das empfohlene Intervall und weitere Hinweise hinterlegt.
Daraus stellt die Organisation die für sie und ihre Gebäude relevanten Überprüfungen zusammen oder ergänzt bei Bedarf gerne auch eigene Themen. Anschliessend zeigt Stratus laufend, welche Überprüfungen anstehen, bereits erledigt oder überfällig sind.
Das heisst, Stratus gibt den zuständigen Anwendern rechtzeitig Signale, wenn eine Kontrolle vorgenommen werden muss und erinnert sie auch, wenn eine geplante Kontrolle nicht vorgenommen wurde.
Wird die Organisation von Überprüfungen dadurch tatsächlich einfacher?
Ja, vor allem wird sie übersichtlicher, verlässlicher und sicherer. Viele Organisationen führen regelmässig, beispielsweise quartalsweise, eine Kontrollrunde durch.
Diese beginnt heute häufig mit dem Zusammentragen und Abgleichen verschiedener Listen. In Stratus hingegen steht das aktuelle Lagebild bereits zur Verfügung: Welche Kontrollen sind überfällig, welche werden demnächst fällig und wo zeichnet sich ein Engpass ab?
So können Verantwortliche früher reagieren, notwendige Begehungen sinnvoll bündeln und Aufgaben rechtzeitig verteilen. Gleichzeitig sinkt das Risiko, dass eine Kontrolle wegen unklarer Zuständigkeiten, verteilter Informationen oder manueller Übertragungsfehler übersehen wird.
Wie gelangen anstehende Aufgaben zu den verantwortlichen Personen?
Die Immobilienportfolio-Verantwortlichen können die anstehenden Kontrollen direkt aus der Übersicht heraus kommunizieren. Sind einer Person mehrere Aufgaben zugewiesen, erhält sie eine gebündelte Nachricht mit allen relevanten Informationen. Das bisher häufige Exportieren von Listen, Zusammenstellen von E-Mails und spätere Nachführen der Ergebnisse entfällt.
Wichtig war uns dabei, den Versand nicht zu einem unkontrollierten Automatismus zu machen: Vor der Freigabe ist sichtbar, welche Informationen an wen gehen. Das ist besonders dann relevant, wenn externe Dienstleister, Unternehmen oder Behörden eingebunden sind.
Welchen übergeordneten Anspruch verfolgen Sie mit der Weiterentwicklung von Stratus?
Immobilienverantwortliche müssen immer mehr Aspekte gleichzeitig im Blick behalten und miteinander in Beziehung setzen: den baulichen Zustand, Investitionen, Energieverbrauch und Emissionen und Sicherheitsrisiken. Das kann sehr fordernd sein.
Wir wollen diese Komplexität strukturieren, um dem handelnden Menschen eine verlässliche Grundlage für Entscheidungen und verantwortliches Handeln geben. Dafür verbinden wir die Softwarekompetenz von Stratus mit dem Fachwissen von Basler & Hofmann.
«Kontrollen» ist ein gutes Beispiel dafür, wie bauingenieurtechnisches Wissen in eine einfache, praktisch nutzbare Systematik übersetzt wird, die im gesamten Immobilienportfolio eingesetzt werden kann.
Über die Expertin:
Bianca Brici-Spaar (zum Profil auf LinkedIn) ist Architektin und Produktmanagerin für Stratus bei Basler & Hofmann.
Die Expertin ist Sprecherin am Stratus Convent 2026 am 29. Oktober 2026 in Zürich.
Die Teilnahme ist kostenlos. Die Plätze sind limitiert.
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