Zwischen Norm und Natur: Stratus hostet Podiumsdiskussion auf der IMMO26
16.01.2026
Die diesjährige IMMO26 fand vom 14. bis 15. Januar in Zürich statt. Die Messe bestätigte einmal mehr ihren Ruf als wichtigstes jährliches Jahresauftakt-Stelldichein der Immobilien-Branche in der Schweiz.
Vor vollbesetzten Rängen auf der Hauptbühne der IMMO26 wurde auf Initiative von Stratus eine Frage verhandelt, die viele in der Schweizer Immobilienwirtschaft umtreibt: Stehen Immobilienportfolios zwischen Regulierung und Klima unter doppeltem Druck, und wenn ja, wie bleiben Immobilienverantwortliche handlungsfähig?
Dass die Regulierungsdichte im Bau- und Immobilienbereich zunimmt, und mit ihr Zielkonflikte und widersprüchliche Anforderungen beim Planen und Bauen, ist kein blosses Bauchgefühl. Diese Entwicklung wurde politisch untersucht und bestätigt, als der Bundesrat im Jahr 2019 den Wildwuchs und das Nebeneinander technischer Regeln der Baukunde analysieren liess. Seit einigen Jahren sorgen nun die Klimaziele für neue und verbindliche Regeln.
Immobilienportfolio-Management in der Klemme?
Grund genug für Stratus, das Thema auf die Bühne zu bringen. Kundig geleitet von Katrin Schaal, Expertin für Bauliche Sicherheit bei Basler & Hofmann, diskutierten unter dem Titel: «Zwischen Norm und Natur: Immobilienportfolio-Management in der Klemme?»
- Dr. Sanja Hak, Expertin für Erdbebensicherheit, bei Basler & Hofmann
- Fabian Hörmann, Architekt, Forscher, Vordenker und Buchautor mit Engagements bei YR22, der Universität Liechtenstein und bei der Kooperative Countdown 2030
- Bianca Brici-Spaar, Architektin und Produktmanagerin für Stratus.
Regulierung auf der einen und der Zwang zur nachhaltigen Transformation auf der anderen Seite wirken heute gleichzeitig auf Immobilienportfolios und beeinflussen unmittelbar deren wirtschaftliche Leistung. Normen und gesetzliche Regelungen sind notwendig und gut, denn sie sichern Qualität und Sicherheit. Im Bestand bringen sie jedoch nicht selten Zielkonflikte mit sich, weil viele Regelwerke stark auf den Neubau ausgerichtet sind.
Für die Klimaziele zentral: der Bestand
Der Bestand ist der zentrale Hebel für die Erreichung der Klimaziele im Baubereich. Gerade bei der Ertüchtigung bestehender Gebäude wird die Dichte an Normen und Verordnungen besonders spürbar. Unterschiedliche Regelwerke greifen parallel und überlagern sich. Keine gute Ausgangslage für den bereits existierenden Gebäudepark.
Aber Normen sind nicht nur Einschränkung. Es ist wertvoll, sich auf ein zentrales Normenwerk stützen zu können, etwa auf die SIA-Erhaltungsnormen, und gleichzeitig den fachlichen Freiraum zu haben, bei Bedarf ergänzende Richtlinien oder alternative, fortschrittliche Methoden anzuwenden. Voraussetzung ist, dass diese Lösungen sachlich begründet sind, etwa durch Forschungsergebnisse, Versuche oder neue Erkenntnisse aus der Praxis.
Die Umsetzung von Klimamassnahmen scheitert selten an fehlenden technischen Möglichkeiten. Sie scheitert an Geld und Zeit, und noch mehr an der Schwierigkeit, Prioritäten zu setzen. Ursache: die Komplexität vieler Immobilienportfolios und die mangelnde Übersicht. Die Folge: Manch klimatisch notwendige Massnahme, die zugleich wirtschaftlich sinnvoll wäre, unterbleibt.
Timing entscheidet
Doch der Verzicht auf klimafreundliche Anpassungen ist keine Option, denn langfristig drohen nicht nachhaltige Bestände zu «stranded assets» zu mutieren, also wirtschaftlich nutzlos zu werden, bevor sie technisch abgeschrieben sind.
Was die Diskussion zu einem Aspekt führte, der für die an der IMMO26 gut vertretene Financial Community zentral ist: Timing. Nicht alles kann gleichzeitig umgesetzt werden. Entscheidend ist, welche Massnahmen wann ergriffen werden – und in welcher Reihenfolge.
Fazit der Runde: Beim Immobilienportfolio ist Nachhaltigkeit kein Ja-Nein-Entscheid, sondern eine zwingende Transformationsaufgabe. Keine Option unter vielen, sondern die einzige realistische Strategie zur langfristigen Sicherung von Wert und Rendite.
Die ganz praktische Empfehlung der Runde lautet, ins Tun zu kommen. Gemeint ist eine massvolle, wirtschaftlich sinnvolle Sanierung ohne unnötig invasive Eingriffe. Wenn gleichzeitig der Betrieb optimiert werden kann und eine nachhaltige Wärmeversorgung eingebaut wird kann praktisch eine sofortige Wirkung erzielt werden. Warum damit nicht schon beim nächsten Projekt anfangen?
Der nachhaltige Umbau beginnt mit dem nächsten Projekt
Genau hier setzt Stratus an. Stratus – die führende Schweizer #Software für das strategische Management von Immobilien- und Infrastrukturportfolios – unterstützt professionelle Immobilieneigentümer dabei, Klimaziele und wirtschaftliche Rahmenbedingungen auszubalancieren, Risiken vergleichbar zu machen und Massnahmen so zu priorisieren, dass Klima-Anpassung und Wirtschaftlichkeit zusammenfinden.
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